Die Bevlkerungsentwicklung Vorarlbergs wird in den nchsten Jahrzehnten bis 2075 von zwei Trends geprgt sein: Einerseits wird die Einwohnerzahl auf ber vier hundert Tausend Personen anwachsen, andererseits wird die Bevlkerung insgesamt altern. Die Grnde dafr sind sowohl die hohe Geburtenrate in Vorarlberg in den neunziger Jahren als auch vor allem aber die geringere Sterblichkeitsrate. Der Faktor Migration wird in den kommenden Jahren die Bevlkerungsentwicklung beeinflussen. Hauptfaktoren des Bevlkerungswachstums sind einerseits die Geburtenbilanz und anderseits die Wanderungsbilanz. In dem ganzen sterreich kann man in den nchsten fnfzehn Jahren noch von einer ausgeglichenen Geburtenbilanz sprechen. Ab 2025 wird die Zahl der Sterbeflle die Geburtenzahlen bersteigen, whrend die Wanderungsbilanz auf einem positiven Niveau konstant bleibt. Die Bevlkerungsbewegung wird somit nicht mehr zu einem Bevlkerungswachstum beitragen. Das Bevlkerungswachstum hngt dann von der Wanderungsbilanz ab. In Vorarlberg wird sich diese Entwicklung zeitlich verzgert vollziehen. Die Geburtenbilanz wird zwar kontinuierlich sinken, aber bis 2030 positiv bleiben. Ab 2030 wird die Geburtenbilanz weiter abnehmen und bis 2050 wird sie negative Werte erreichen. Die Wanderungsbilanz wird hingegen laut Prognose bis 2030 sinken, dann aber wieder leicht ansteigen. Die Wanderungsbilanz wird also in Vorarlberg strker die Bevlkerungsentwicklung beeinflussen als die Geburtenbilanz. Somit wird sie zum Bevlkerungswachstum beitragen. Ab 2050 wird das Bevlkerungswachstum stagnieren bzw. nur mehr zunehmen. Gleichzeitig wird die Bevlkerung Vorarlbergs in dieser Zeit stark altern. Whrend die absoluten Zahlen der Bevlkerung bis vierzehn Jahre seit 1995 kontinuierlich sinken, steigt die Zahl der sechzigjhrigen und der lteren seit 1985 konstant an und erreicht 2075 ihren Hhepunkt. Die Gruppe der 15 bis 59jhrigen wchst zunchst noch bis 2015, verringert sich dann aber. Im bundesweiten Vergleich wird fr die Gruppe der ber 60jhrigen Bevlkerung fr Vorarlberg im Zeitraum bis 2050 der grte Zuwachs erwartet. Die Gruppe wchst somit um rund 64 000 Personen, was annherungsweise einer Verdoppelung entspricht. Solche Bevlkerungsentwicklung ist ein groes Problem fr jeden Staat. Es ist unverstndlich, dass bisher keine realistische Lsung vorbereitet wurde. Das betrifft nicht nur Vorarlberg, sondern auch die Tschechische Republik. Und die Folgen bringen natrlich groe finanzielle Aufwnde fr unser Staatsbudget. 
